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Es versteht sich, dass wir uns nicht zwangsläufig mit den Inhalten der Einträge hier identifizieren. Wir haben beschlossen, vorerst alles frei zu geben, was nicht gegen Gesetz, Sitte und Anstand verstößt (soweit wir das beurteilen können). 

40 Einträge auf 4 Seiten

Thomas Dreher

14.03.2014
12:29
Bilk hat viele Ähnlichkeiten mit Kreuzberg. In Kreuzberg wird der Bestand an Bewohnern und der Bestand an schönen Altbauwohnungen und schönen alten Häusern durch einen sogenannten "Mileuschutz" gesichert.
Das sollte man hier auch machen.
Moderne Glasfassadenhäuser mit Luxusappartments wie in London oder New-York passen nicht nach Bilk.
Bilk ist ein Düsseldorfer Original, Bolk hat sein eigenes Stadtbild, seinen eigenen Charakter. Bilk ist alt und etwas Besonderes, Markantes, Individuelles, schön, interessant, unverwechselbar, charmant.
Und Bilk sollte es bleiben.
Eine Umgestaltung und Gentrifizierung würde Bilk nicht schöner oder besser machen.

Ernst Schneider

13.03.2014
11:25
Dass Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat gerade erst festgestellt, daß die Mieten in den letzten Jahren inflationsbereinigt betrachtet gesunken sind.
Siehe die Publikation "Die Legende von der Mietpreisexplosion".
Zu gleichen Ergebnissen kommt auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW).
Was speziell Düsseldorf angeht, so gab es 2003 hier 325958 Wohneinheiten, und heute 332667 Wohneinheiten, also eine Zunahme von 2,05 %.
Die Zahl der Haushalte stieg dagegen lediglich um 1,3 %.
Es besteht also keine Notwendigkeit, mit aller Gewalt ohne Rücksicht auf Bestand und Nachbarschaft um jeden Preis in dichtbesiedelten Vierteln Neubauten durchzuboxen.
In den Außenbezirken wäre genug Platz, und dort würden weit weniger Menschen beeinträchtigt, als im dichtbesiedelten Bilk.
Mit der Bahn, der S-Bahn, der U-Bahn und der Straßenbahn, kommt man auch schnell und umweltfreundlich zur Arbeit in die City.
Friedrichstadt und Bilk sind derzeit bereits so dicht besiedelt, daß sie schon von ihrer Infrastruktur (Kindergartenplätze, Parkplätze, u.s.w.) her nicht viel mehr zusätzliche Einwohner aufnehmen können.

Ernst Schneider

13.03.2014
11:08
Schon der römische Kaiser Nero war ein Freund von Abrissmaßnahmen und Neubauten ohne Rücksicht auf Nachbarschaft und Bevölkerung.
Noch heute sind in Italien, Spanien und der Türkei Kommunalverwaltungen und Bauunternehmer und Politiker oft gut befreundet, und schützen weniger die existierenden Gebäude und den Bestand, sondern fördern vielmehr neue Projekte der Bauunternehmer, wobei nicht immer ausgewogene Entscheidungen getroffen werden.
Ist es bei uns viel anders?

Jens Wixmerten-Nowak

11.03.2014
23:35
Guten Tag!

Ich habe mich im Herbst 2012 lange mit dem Kauf des Bunkers befasst. Mein Konzept sah vor, den Bunker für Proberäume und weitere soziale Zwecke (z.B. Räume für die Institutionen im Hinterhof) zu vermieten. Ein positives Feedback gab es leider nicht. Aus dem Hinterhof kam meines Wissens keine Rückmeldung, die zuständige Person bei der Stadt konnte mir nur mitteilen, dass man nach dem Engagement beim Gatherweg zur Zeit nicht weiter ins Risiko gehen könne beim Thema Proberäume.

Angefragt hatte ich auch eine gegenüberliegende Kneipe. Auch hier gab es keine Anzeichen, dass weitere Räumlichkeiten (für Veranstaltungen o.ä.) benötigt werden.

Somit hatte ich als Privatmann auch keine Sicherheiten für ein Bankdarlehen.
Dennoch habe ich letztendlich ein Gebot abgegeben, was nicht hoch genug war.

Mein Fazit nach 2 monatiger Auseinandersetzung mit dem Thema war, dass kulturelle Räumlichkeiten entgegen meiner Vermutung in Bilk nicht benötigt werden. Somit darf man sich nun auch nicht über den Abriss und eine Wohnbebauung wundern.

Gruß.
jw

 Suttner

05.03.2014
08:36
Wenn westliche Geheimdienste und deren Partner und Umfeld weiterhin in Tibet und in Georgien und in der Ukraine und in anderen Bereichen der traditionellen Machtssphären von China und Russland herumzündeln, dann wird es wahrscheinlich auch bald wieder, ähnlich wie seinerzeit bei der Kuba-Krise, Kriegsgefahr geben.
Der Bilker Bunker könnte nicht nur ein Schutzraum für die Nachbarschaft sein, sondern er kann mit seiner derzeitigen pazifistischen Fassade auch ein Mahnmal gegen Hass und gegen Gewalt und gegen Krieg überhaupt sein.
Und leider mangelt es heutzutage an Mahnungen gegen Hass und gegen Hetze und gegen Feindbilder und gegen Krieg.
Gerade in Düsseldorf, in dem seinerzeit die SS und andere rechte Kreise sehr stark waren, und wo es erst sehr spät (erst 1945) zu breiterem Widerstand gegen Faschismus und Krieg kam, und wo es wenig Erinnerungskultur gibt, brauchen wir dieses Mahnmal.

 Walter

28.02.2014
19:07
Anzunehmen, wir würden nie wieder von Kriegen betroffen werden, erscheint naiv.
Mächte versuchen immer, ihre Einflussbereiche auszudehnen, und es liegt in der Natur der Sache, daß sie dabei früher oder später in Konflikte miteinander geraten.
Wenn eine Macht glaubt, daß die Kosten eines Krieges geringer ausfallen als die sich aus einem Sieg ergebenden Profite, dann gibt es Kriegsgefahr, ob man das nun wahrhaben will oder nicht.
Auch wenn Deutschland kein Interesse an einem Krieg hat, so könnte Deutschland doch durch befreundete Staaten in einen Krieg hineingerissen werden.
Erfahrungsgemäß werden Großstädte eher als Angriffsziele ausgewählt als landwirtschaftlich geprägte Landstriche.
Unserer städtische Zivilbevölkerung sollten weiterhin Schutzbunker und Zivilschutzräume zur Verfügung stehen.

Wolfgang Feldmann

27.02.2014
19:10
In Wahrheit ist der Bunker gar nicht baufällig.
Es besteht also in Wahrheit überhaupt gar keine Notwenigkeit ihn abzureißen.

Chris Breuer

21.02.2014
22:40
Wie es heißt, soll den Mitgliedern der Bezirksvertretung bei ihrer Abstimmung darüber, ob sie für oder gege den Abriss des Bunkers sind, angeblich gesagt worden sein, sie dürften nicht gegen den Abriss stimmen, und würden anderenfalls Schadensersatz zahlen müssen.
Das verstehe ich nicht.
Wenn man sowieso nur mit "ja" stimmen darf, wieso wird dann überhaupt abgestimmt?
Dann wäre die Abstimmmung ja eine reine Schow und Farce, oder nicht?
Außerdem habe ich auch noch nie im Leben davon gehört, daß jemals ein Politker im Bundestag oder Landtag oder Stadtrat oder in einer Bezirksvertreung jemals auf Schadensersatz in Anspruch genommen worden wäre, weil er bei einer Abstimmung mit "ja" oder "nein" gestimmt hat.
Wenn man all das bedenkt, kann man sich fragen, ob die Leute nicht einfach bloß einer eigenverantwortlichen Entscheidung aus dem Weg gehen wollen, indem sie sagen, sie hätten eigentlich gar keine Wahl.
Kann uns das vielleicht mal irgendjemand erklären, der sich mit sowas auskennt?


 Petersen

10.02.2014
10:16
Der Bunker an der Münsterstraße 500 wird von den Sportschützen im Norden Düsseldorfs als Trainingstand benutzt (unter anderem trainieren da die Sportschützen der Stadtwerke und der Feuerwehr).
Vielleicht kann der Bunker an der Aachener Straße ja den Schützen im Düsseldorfer Süden zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt werden.
Die Mauern sind so dick, daß absolut sicher ist, daß da nichts nach Außen dringen kann, also weder Geschosse noch Pulverdampf oder Knallerei.
Also eigentlich wohl ideal für Sportschützen.
Und Sport und Brauchtumspflege haben in Düsseldorf ja doch auch einen hohen Stellenwert.

Flo  MitdemFlow

05.02.2014
11:36
@Schiweck

Albern ist, weil sie absolut polemisch und reißerisch ist. Ich würde mich viel eher mit diesem Bunker auseinander setzen, wenn ich so eine Überschrift NICHT lesen würde. Denn bei dieser Überschrift fehlt mir nur den Untersatz "Müssen wir nun alle sterben?".

Im Übrigen habe ich dieser Argumentation Anti Luxus langsam satt. Wenn ich bei Real einkaufen gehe, stelle ich vieles fest, aber angesichts der 80% jogginghosentragenden Persönchen eines sicher nicht: dass die Gegend ein Luxusquartier ist! Es wäre doch selbst einem Kleinkind einleuchtend, dass nicht unendlich viele Menschen mit unendlich viel Geld in Düsseldorf wohnen bzw nach Düsseldorf ziehen. Geschweige denn in eine laute Stadtwohnung mitten auf der Aachener Straße. Wenn aber nun "Luxus" bedeutet, dass die Wohnung schlichtweg auf dem aktuellen Stand der Technik ist, dann hat da jemand das Prinzip des Fortschritts nicht verstanden. Da werden vermutlich Wohnungen entstehen, die sagen wir mal 900 Euro warm kosten für 75 Quadratmeter. Das soll nun Luxus sein? Ist McDonalds nun auch Luxus? Immehin kostet ein Menü über 6 Euro, ein Döner hingegen nur 3,50. Wo fängt Luxus an? Was der 22 Jährige Geselle sich nicht leisten kann, ist Luxus? Wenn diese Wohnungen dort entstehen, werden andere WOhnungen dafür logischerweise leer. Und diese Wohnungen sind vermutlich Baujahr 1957 und kosten weit weniger als 900 Euro und dann kann der Geselle dort einziehen und sein WG-Zimmer verlassen. In dieses WG Zimmer kommt wiederum ein Student rein usw usw.

Wer denkt denn ernsthaft, dass durch den Bau dieser "Luxuswohnungen" nun einige Millionäre aus Monaco nach Düsseldorf ziehen und entsprechend auch nichts in der Stadt frei wird?

Also ich kann verstehen, wenn die unmittelbaren Nachbarn sich gegen dieser Projekt wehren. Dabei geht es aber ganz sicher nicht um das Gemeinwohl, sondern um absolut persönliche und egoistische Interessen. Das sogenannte Nimby-Prinzip: Not in my back yard!

Würde sich die Trinkhalle gegenüber denn etwa nicht freuen, wenn 50 potentielle Neukunden demnachst hinzukämen?
Selbstverständlich! Denn von einem Bunker haben die Geschäfte ganz sicher nichts!

Vielmehr haben einige Leute Angst, dass sie morgens vom Lärm geweckt werden (wie absurd, aber städtisch wohnen wollen...). Und darüber hinaus haben sie irgendwelche pseudo-romantischen Erinnerungen an diesen Bunker, der deswegen erhalten bleiben soll. Das mag stimmen, dass sie sich daran erinnern können, wie sie damals den ersten Kuss vor dem Bunker erlebt haben oder sonstwas. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass dem "Gemeinwohl" mit einigen Neubauwohnungen mehr geholfen is, als mit einem stinknormalen Bunker.

Denn das ist er. Ein stinknormaler Bunker, wie es ihn millionenfach auf der Welt gibt. Weder stellt er ein Denkmal dar, noch ist er von besonderer Bedeutung für die Allgemeinheit.

Und eines darf man letztlich nicht vergessen. Da hat jemand Geld investiert, um das Gebäude zu kaufen. Und damit darf dieser jemand im Rahmen des Gesetzes alles machen, wonach ihm ist. Hätte man das verhindern wollen, hätten gerne alle Nachbarn Geld sammeln können und das Ding kaufen. Man kann bestimmt auch jetzt sammeln und den Bunker vom Eigentümer abkaufen. Wenn 1000 Leute sich auf irgendwelchen "Worum es auch geht-Ich bin dagegen"-Listen eintragen, können diese ja jeweils 1000 Euro mal für ihr Seelenheil ausgeben und schon hätte man 1 Million Euro zusammen. Immer hin.


PS: Immer hin weiss ich zu schätzen, dass hier eine Diskussion zugelassen ist und nicht übermäßig zensiert wird

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